Basra – Jemenitisch

Spieler: 2–4 (zu viert allein oder in Teams) · Karten: Französisches Blatt, 52 · Typ: Fischspiel (Rang und Summe)

Basra gegen den Computer spielen

Spielziel

Karten und Basra-Boni sammeln; zuerst 101 Punkte erreichen (auch 121 üblich).

Material & Vorbereitung

Wie die Grundform; Buben und die Karo-7 in der Auslage werden ersetzt.

Kartenrang & Kartenwerte

Ass 1, Zahlenkarten 2–10 nach Wert. Bube, Dame und König haben keinen Zahlenwert: Eine Dame nimmt nur Damen, ein König nur Könige, ein Bube nimmt alle Tischkarten.

Spielablauf

1) Der Spieler links vom Geber beginnt, dann reihum.

2) Man spielt genau eine Karte und nimmt damit gleichrangige Karten und Zahlenkarten mit passender Summe (z. B. 9 nimmt 5+4) – auch beides zugleich.

3) Gibt es mehrere Möglichkeiten, wählt der Spieler; wer nehmen kann, muss nehmen.

4) Passt nichts, bleibt die Karte offen liegen.

5) Sind alle Handkarten gespielt, gibt es je 4 neue (keine neuen Tischkarten), bis der Stapel leer ist – zu zweit 6, zu dritt 4, zu viert 3 Austeilungen.

Sonderregeln & Sonderkarten

Die Karo-7 nimmt alle Tischkarten. Eine Basra (10) ist es, wenn alle Tischkarten Zahlenkarten sind und sich in Gruppen mit gleicher Summe bis 10 teilen lassen – z. B. Ass+8 und 2+7 (je 9). Bube auf einzelnen Buben: Doppel-Basra (20).

Wertung & Punkte

Meiste Karten 30 (bei Gleichstand gehen sie in die nächste Runde), jedes Ass und jeder Bube 1, Kreuz-2 2, Karo-10 3, Basra 10, Doppel-Basra 20.

Spielende & Sieg

Wer nach einer Runde mindestens 101 (oder 121) Punkte hat, gewinnt.

Herkunft & Geschichte

Basra ist ein im Nahen Osten weit verbreitetes Fischspiel, das vermutlich nach der irakischen Stadt Basra benannt ist. Je nach Land gelten eigene Regeln – in Ägypten etwa nimmt die Karo-7 wie ein Bube den ganzen Tisch.