Basra – Libanesisch
Spieler: 2–4 (zu viert allein oder in Teams) · Karten: Französisches Blatt, 52 · Typ: Fischspiel (Rang und Summe)
Basra gegen den Computer spielen
Spielziel
Karten und Basra-Boni sammeln; zuerst 100 Punkte erreichen.
Material & Vorbereitung
Jeder bekommt 6 Karten, 4 liegen offen; Buben in der Auslage werden ersetzt. Nachgegeben wird ebenfalls zu je 6.
Kartenrang & Kartenwerte
Ass 1, Zahlenkarten 2–10 nach Wert. Bube, Dame und König haben keinen Zahlenwert: Eine Dame nimmt nur Damen, ein König nur Könige, ein Bube nimmt alle Tischkarten.
Spielablauf
1) Der Spieler links vom Geber beginnt, dann reihum.
2) Man spielt genau eine Karte und nimmt damit gleichrangige Karten und Zahlenkarten mit passender Summe (z. B. 9 nimmt 5+4) – auch beides zugleich.
3) Gibt es mehrere Möglichkeiten, wählt der Spieler; wer nehmen kann, muss nehmen.
4) Passt nichts, bleibt die Karte offen liegen.
5) Sind alle Handkarten gespielt, gibt es je 4 neue (keine neuen Tischkarten), bis der Stapel leer ist – zu zweit 6, zu dritt 4, zu viert 3 Austeilungen.
Sonderregeln & Sonderkarten
Eine Basra (10) gibt es nur, wenn höchstens zwei Karten auf dem Tisch liegen und man sie mit einer passenden Karte abräumt – typisch: eine einzelne Karte mit einer gleichen Karte oder zwei Karten mit ihrer Summe. Größere Tische zu leeren, zählt nicht. Der Bube gibt keine Basra.
Wertung & Punkte
Jedes Ass 1, jeder Bube 1, Kreuz-2 2, Karo-10 3, meiste Karten 3 (bei Gleichstand alle Beteiligten je 3), jede Basra 10.
Spielende & Sieg
Wer nach einer Runde mindestens 100 Punkte hat, gewinnt. Bei Gleichstand wird weitergespielt.
Herkunft & Geschichte
Basra ist ein im Nahen Osten weit verbreitetes Fischspiel, das vermutlich nach der irakischen Stadt Basra benannt ist. Je nach Land gelten eigene Regeln – in Ägypten etwa nimmt die Karo-7 wie ein Bube den ganzen Tisch.