Basra – Palästinensisch

Spieler: 2–4 (zu viert allein oder in Teams) · Karten: Französisches Blatt, 52 · Typ: Fischspiel (Rang und Summe)

Basra gegen den Computer spielen

Spielziel

Karten und Basra-Boni sammeln; zuerst 101 Punkte erreichen (auch 151 üblich).

Material & Vorbereitung

44 Karten: Damen und Könige werden entfernt. Jeder bekommt 4 Karten, 4 liegen offen; Buben in der Auslage werden ersetzt.

Kartenrang & Kartenwerte

Ass 1, Zahlenkarten 2–10 nach Wert. Bube, Dame und König haben keinen Zahlenwert: Eine Dame nimmt nur Damen, ein König nur Könige, ein Bube nimmt alle Tischkarten.

Spielablauf

1) Der Spieler links vom Geber beginnt, dann reihum.

2) Man spielt genau eine Karte und nimmt damit gleichrangige Karten und Zahlenkarten mit passender Summe (z. B. 9 nimmt 5+4) – auch beides zugleich.

3) Gibt es mehrere Möglichkeiten, wählt der Spieler; wer nehmen kann, muss nehmen.

4) Passt nichts, bleibt die Karte offen liegen.

5) Sind alle Handkarten gespielt, gibt es je 4 neue (keine neuen Tischkarten), bis der Stapel leer ist – zu zweit 6, zu dritt 4, zu viert 3 Austeilungen.

Sonderregeln & Sonderkarten

Basra: Wer den Tisch ohne Buben vollständig leert, bekommt 10 Punkte. Ein Bube nimmt alles, gibt aber nie eine Basra – auch nicht, wenn er einen einzelnen Buben nimmt. Ein Bube auf leerem Tisch bleibt offen liegen.

Wertung & Punkte

Jedes Ass und jeder Bube 1, Kreuz-2 2, Karo-10 3, meiste Karten 3. Eine Basra zählt den doppelten Wert der Fangkarte – mit einer 7 also 14 Punkte.

Spielende & Sieg

Wer nach einer Runde mindestens 101 (oder 151) Punkte hat, gewinnt.

Herkunft & Geschichte

Basra ist ein im Nahen Osten weit verbreitetes Fischspiel, das vermutlich nach der irakischen Stadt Basra benannt ist. Je nach Land gelten eigene Regeln – in Ägypten etwa nimmt die Karo-7 wie ein Bube den ganzen Tisch.