Blackjack
Spieler: 1–7 Spieler gegen die Bank · Karten: Französisches Blatt, 52 × 1–8 Decks (Casino meist 6–8 im Schlitten) · Typ: Bankspiel / Casino
Blackjack gegen den Computer spielen
Spielziel
Die Bank schlagen: eine Hand näher an 21 als der Geber haben, ohne sich zu überkaufen (Bust).
Vorbereitung
Jeder Spieler setzt vor dem Geben. Spieler erhalten 2 offene Karten, der Geber eine offene und eine verdeckte (US-Regel, 'Hole Card'); in Europa erhält der Geber oft nur eine offene Karte und zieht die zweite erst nach den Spielern (ENHC).
Kartenwerte
2–10 = Augenwert; Bube, Dame, König = 10; Ass = 1 oder 11 (eine Hand mit als 11 zählbarem Ass heißt 'soft'). Farben sind bedeutungslos.
Spielablauf
1) Ist die offene Geberkarte ein Ass, wird Versicherung angeboten; in US-Casinos prüft der Geber (Peek), ob er Blackjack hat.
2) Spieler handeln reihum: Hit (Karte ziehen), Stand (halten), Double Down (Einsatz verdoppeln, genau eine weitere Karte), Split (bei zwei gleichwertigen Karten zwei Hände bilden, zweiter Einsatz), Surrender (aufgeben, halber Einsatz zurück – nur wo erlaubt).
3) Über 21 = Bust, Einsatz sofort verloren.
4) Danach deckt der Geber auf und zieht nach fester Regel bis mindestens 17.
Sonderregeln
Versicherung: halber Einsatz, zahlt 2:1, wenn der Geber Blackjack hat. 'Even Money': Spieler mit Blackjack nimmt bei Geber-Ass sofort 1:1. Soft 17: Ob der Geber auf Soft 17 zieht (H17) oder steht (S17), ist Hausregel.
Wertung
Gewinn 1:1. Blackjack (Ass + 10-Wert-Karte mit den ersten 2 Karten) zahlt 3:2 (manche Tische nur 6:5). Gleichstand = Push (Einsatz zurück). Hat der Spieler gebustet, verliert er auch dann, wenn die Bank danach ebenfalls bustet.
Spielende
Jede Runde ist abgeschlossen. Der Schlitten wird neu gemischt, wenn die Schnittkarte erscheint.
Herkunft & Geschichte
Vorläufer sind das spanische Veintiuno (bei Cervantes um 1600 erwähnt) und das französische Vingt-et-un des 18. Jh. In US-Spielhallen Anfang des 20. Jh. zahlte man einen Bonus für Pik-Ass + schwarzen Buben – daher der Name, der blieb, als der Bonus verschwand. 1962 machte Edward Thorps Buch 'Beat the Dealer' das Kartenzählen bekannt.