Canasta (Canastra)
Spieler: 4 (2 Teams); Varianten 2–6 · Karten: 2 französische Blätter mit Jokern, 108 (2 × 52 + 4 Joker) · Typ: Rommé-/Canasta-Familie (Partnerschaft)
Canasta (Canastra) gegen den Computer spielen
Spielziel
Als Team zuerst 5000 Punkte erreichen.
Vorbereitung
Jeder erhält 11 Karten. Eine Karte offen als Ablage (ist sie Wildcard oder rote 3, wird eine weitere aufgedeckt und der Stapel ist eingefroren). Rote 3er werden sofort ausgelegt und ersetzt.
Kartenwerte
Joker 50; 2 und A 20; K–8 10; 7–4 sowie schwarze 3 5. Rote 3 = 100 Bonus (alle vier eines Teams: 800).
Spielablauf
1) Zug: 1 Karte vom Stapel ziehen ODER den ganzen Ablagestapel aufnehmen (nur wenn man die oberste Karte sofort mit zwei passenden natürlichen Karten – bzw. 1 natürliche + 1 Wildcard, wenn nicht eingefroren – auslegt); auslegen; 1 Karte ablegen.
2) Sätze: min. 3 Karten gleichen Rangs, mindestens 2 natürliche Karten, höchstens 3 Wildcards.
3) Erstes Auslegen braucht Mindestwert je nach Teamstand: <0 = 15, 0–1495 = 50, 1500–2995 = 90, ≥3000 = 120.
Sonderregeln
Canasta = 7 Karten: rein (ohne Wildcard) 500, gemischt 300. Eingefrorener Ablagestapel (Wildcard darin oder Team noch nicht ausgelegt): Aufnahme nur mit 2 natürlichen Karten. Schwarze 3 auf der Ablage sperrt sie für den nächsten Spieler.
Wertung
Ausgelegte Kartenwerte + Canasta-Boni + rote 3er + Ausmach-Bonus (100; verdeckt ausmachen 200) − Handkarten. Rote 3er zählen negativ, wenn das Team gar nicht ausgelegt hat.
Spielende
Ausmachen erst erlaubt, wenn das Team mindestens eine Canasta hat; man darf den Partner fragen 'Darf ich ausmachen?' – die Antwort ist bindend. Spiel endet bei ≥5000.
Herkunft & Geschichte
1939 in Montevideo (Uruguay) von Segundo Santos und Alberto Serrato entwickelt; verbreitete sich über Argentinien und Brasilien und löste Anfang der 1950er in den USA einen Massenboom aus. In Deutschland bis heute ein Familienklassiker; in Brasilien als Canastra gespielt.