Carioca
Spieler: 2–6 · Karten: Zwei französische Blätter mit 4 Jokern, 108 · Typ: Rommé (Kontrakt-Rommé)
Carioca gegen den Computer spielen
Spielziel
Über acht Runden möglichst wenige Strafpunkte sammeln. In jeder Runde muss man zuerst einen vorgegebenen Kontrakt auslegen und dann alle Karten loswerden.
Vorbereitung
Gespielt wird mit zwei Blättern und vier Jokern. Jeder bekommt in jeder Runde 12 Karten. Der Rest bildet den Stapel, die oberste Karte wird als Ablage aufgedeckt.
Kartenwerte
Ein Trío sind mindestens drei Karten gleichen Werts. Eine Escala sind mindestens vier Karten derselben Farbe in Folge; das Ass kann unten oder oben liegen. Joker ersetzen jede Karte, je Kombination aber höchstens einer.
Spielablauf
1) Wer am Zug ist, zieht vom Stapel oder nimmt die oberste Ablagekarte und legt danach eine Karte ab.
2) Die Kontrakte der acht Runden: zwei Tríos; ein Trío und eine Escala; zwei Escalas; drei Tríos; zwei Tríos und eine Escala; ein Trío und zwei Escalas; drei Escalas; vier Tríos.
3) Wer den Kontrakt beisammen hat, legt ihn aus („bajarse“) und legt eine Karte ab.
4) Ab dem nächsten Zug darf man Karten an die eigenen und an fremde Auslagen anlegen.
5) Wer alle Karten los ist, beendet die Runde.
Sonderregeln
Joker dürfen nicht abgelegt werden. Zwei Tríos desselben Werts in einem Kontrakt sind nicht erlaubt.
Wertung
Wer ausgeht, bekommt keine Punkte. Alle anderen zählen ihre Restkarten: 2 bis 10 nach Augenwert, Bube, Dame und König je 10, Ass 20, Joker 30.
Spielende
Nach acht Runden gewinnt, wer die wenigsten Strafpunkte hat.
Herkunft & Geschichte
Carioca ist in Chile das Familienkartenspiel schlechthin – gespielt wird es an langen Abenden, im Urlaub und bei Familienfesten. Wie beim Kontrakt-Rommé verlangt jede Runde eine bestimmte Auslage aus Tríos und Escalas, die von Runde zu Runde schwieriger wird. Woher der Name stammt, ist nicht sicher geklärt.