Conquian
Spieler: 2–3 · Karten: Spanisches Blatt (40) oder französisches ohne 8/9/10, 40 · Typ: Rommé-Familie (Urform)
Conquian gegen den Computer spielen
Spielziel
Als Erster 9 Karten in gültigen Kombinationen auslegen.
Vorbereitung
Spanisches 40er-Blatt (1–7, Sota, Caballo, Rey). Geben und Spiel gegen den Uhrzeigersinn. 8 Karten je Spieler (2 Spieler: 9). Rest = Stapel. Jeder gibt gleichzeitig eine Karte verdeckt nach rechts (Cambio).
Kartenwerte
Folge: 3+ aufeinanderfolgende Karten gleicher Farbe; Ass immer niedrig, 7 grenzt an Sota (10): 1-2-3 und 6-7-10 gültig, 11-12-1 ungültig. Satz: 3–4 gleiche Ränge.
Spielablauf
1) Spieler rechts vom Geber deckt die oberste Stapelkarte auf: Er legt sie mit ≥2 Handkarten aus und wirft eine Karte ab – oder passt; dann der Nächste, zuletzt kann der Geber eine neue Karte aufdecken.
2) Folgezüge: Die offene Karte (Abwurf oder abgelehnte Karte) nehmen, sofort auslegen, abwerfen – oder ablehnen und neue Karte aufdecken (nutzen oder liegen lassen).
3) Eigene Tischkombinationen dürfen umgebaut werden, solange alles gültig bleibt.
Sonderregeln
Zwingen (Forcing): Passt die Mittelkarte ohne Handkarten an die Auslage eines Gegners, kann man sie ihm aufzwingen; er muss sie anlegen und abwerfen. Das kann seine Gewinnchance zerstören.
Wertung
Sieger erhält von jedem Gegner einen festen Einsatz.
Spielende
Ein Spieler legt 9 Karten aus (die 9. muss eine Mittelkarte sein) – oder der Stapel ist leer: Unentschieden ('tablas'), oft doppelter Einsatz im nächsten Spiel.
Herkunft & Geschichte
Erste bekannte Erwähnung 1857 in Mexiko-Stadt; gelangte in den 1860ern nach Texas und gilt als Vorfahr der gesamten westlichen Rummy-Familie (inkl. Gin Rummy). Der Name wird volksetymologisch von '¿con quién?' abgeleitet; eine Herkunft vom philippinischen Kongkian gilt als wahrscheinlicher.