FreeCell – Regeln
FreeCell gegen den Computer spielen
1. Kurzüberblick
| Name | FreeCell (auch: Freizellen) |
| Spieltyp | Patience für eine Person, alle Karten offen |
| Spieler | 1 |
| Empfohlenes Alter | ab 9 Jahren |
| Spieldauer | ein Spiel 5–15 Minuten |
| Material | 52 Karten |
| Ziel | Alle Karten nach Farben von Ass bis König auf vier Ablagestapel legen. |
| Schwierigkeit | fast jede Partie lösbar – Können statt Glück |
Worum geht es? Bei FreeCell liegen alle Karten von Anfang an offen. Vier freie Zellen dienen als Zwischenlager. Wer vorausdenkt, kann fast jede Verteilung lösen – deshalb gilt FreeCell als die Denksport-Patience schlechthin.
2. Benötigte Karten und Material
- Kartenblatt: 52 französische Karten ohne Joker.
- Rangfolge (niedrig → hoch): A, 2 … 10, B, D, K.
- Farben: Herz und Karo rot, Pik und Kreuz schwarz.
3. Vorbereitung und Spielstart
- Mischen und alle Karten offen in acht Spalten verteilen: vier Spalten mit 7, vier mit 6 Karten.
- Zellen und Ablagestapel bleiben leer.
Startbeispiel: Unten in Spalte 3 liegt ein Herz-Ass – es kommt sofort auf einen Ablagestapel.
4. Ziel und Gewinnbedingung
- Gewonnen: Alle 52 Karten liegen auf den Ablagestapeln.
- Verloren: Kein Zug mehr möglich (sehr selten).
5. Spielablauf im Detail
Im Tableau.
- Die unterste (vorderste) Karte einer Spalte darf auf eine Karte gelegt werden, die einen Rang höher und von der anderen Farbe ist.
- Eine leere Spalte nimmt jede Karte auf.
Freie Zellen.
- Jede Zelle nimmt genau eine Karte auf; sie kann von dort jederzeit weiterziehen.
Ablagestapel.
- Beginnen mit dem Ass, dann aufsteigend in derselben Farbe.
Reihen verschieben.
- Genau genommen bewegt man immer nur eine Karte. Mit freien Zellen und leeren Spalten lassen sich aber Reihen „umstapeln“. Erlaubt ist eine Reihe von höchstens (freie Zellen + 1) × 2^(leere Spalten) Karten.
- Beispiel: 2 freie Zellen, 1 leere Spalte → (2 + 1) × 2 = 6 Karten.
Beispiel.
- Herz-Ass auf einen Ablagestapel.
- Pik-König in eine freie Zelle, damit die Karo-2 darunter frei wird.
- Karo-2 auf ihren Ablagestapel? Erst, wenn das Karo-Ass liegt – also zuerst die Karo-2 auf eine schwarze 3.
6. Punktwertung
- Gezählt wird nur gewonnen – und wer mag, die Zahl der Züge oder die Zeit.
7. Sonderregeln und wichtige Situationen
- Zellen voll: Dann lassen sich kaum noch Reihen verschieben – Zellen schnell wieder leeren.
- Leere Spalte als Ziel: Wird eine Reihe in eine leere Spalte geschoben, zählt diese Spalte bei der Berechnung nicht mit.
- Unlösbar: Nur sehr wenige Verteilungen lassen sich nicht lösen.
8. Spielvarianten
| Variante | Was ändert sich? | Für wen? |
|---|---|---|
| Baker’s Game | Gebaut wird in gleicher Farbe statt rot/schwarz. | Fortgeschrittene |
| Weniger Zellen | Nur 3 oder 2 freie Zellen. | Profis |
| Eight Off | Acht Zellen, Bauen in Farbe. | Abwechslung |
Auf cardgames.zone wählst du leicht, mittel oder schwer; ausgeteilt werden Partien, die der Löser lösen konnte. Züge lassen sich zurücknehmen, der 💡-Tipp zeigt den nächsten Zug.
9. Tipps für Anfänger
- Asse befreien: Plane, wie du an die Asse und Zweien kommst.
- Zellen sparen: Jede belegte Zelle macht dich unbeweglicher.
- Leere Spalten schaffen: Sie sind mehr wert als eine Zelle.
- Vorausdenken: Spiele Züge im Kopf vor, bevor du loslegst.
10. Zusammenfassung in 10 Schritten
- 52 Karten mischen.
- Alle offen in acht Spalten (4 × 7, 4 × 6).
- Vier freie Zellen, vier Ablagestapel.
- Absteigend, rot/schwarz abwechselnd anlegen.
- Zellen nehmen je eine Karte.
- Leere Spalten nehmen jede Karte.
- Ablagestapel: Ass bis König je Farbe.
- Reihen nur so lang, wie Platz zum Umstapeln da ist.
- Zellen möglichst frei halten.
- Alle Karten abgelegt: gewonnen.
11. Häufige Fragen
Ist jedes Spiel lösbar?
Fast. Unter vielen tausend Verteilungen gibt es nur ganz wenige unlösbare.
Darf ich Karten vom Ablagestapel zurückholen?
In der Grundform nicht.
Warum kann ich eine lange Reihe nicht verschieben?
Es fehlen freie Zellen oder leere Spalten zum Umstapeln.
Herkunft & Geschichte
FreeCell geht auf das ältere „Baker’s Game“ zurück. Paul Alfille programmierte 1978 auf dem PLATO-System die heutige Form mit abwechselnden Farben. Mit Windows (ab 1995) wurde es weltberühmt – fast jede Verteilung ist lösbar.