Gin Rummy
Spieler: 2 (Varianten für 3–4) · Karten: Französisches Blatt, 52 (ohne Joker) · Typ: Rommé-Familie (Ablege-/Kombinationsspiel)
Gin Rummy gegen den Computer spielen
Spielziel
Die eigenen Karten möglichst vollständig in Sätze und Folgen bringen und durch Klopfen/Gin Punkte sammeln; zuerst 100 Punkte erreichen.
Vorbereitung
Geber gibt jedem 10 Karten einzeln. Die nächste Karte wird offen als Beginn der Ablage gelegt (Upcard), der Rest bildet den verdeckten Stapel.
Kartenwerte
Ass = 1 (immer niedrig, keine Folge Q-K-A), Bildkarten = 10, sonst Augenwert. Ungebundene Karten heißen Deadwood.
Spielablauf
1) Upcard-Phase: Der Nicht-Geber darf die Upcard nehmen; lehnt er ab, darf der Geber; lehnen beide ab, zieht der Nicht-Geber vom Stapel.
2) Danach ziehen die Spieler abwechselnd eine Karte (Stapel oder oberste Ablagekarte) und legen eine Karte offen ab.
3) Klopfen: Nach dem Ziehen darf ein Spieler mit Deadwood ≤ 10 klopfen, seine Kombinationen auslegen und eine Karte verdeckt ablegen.
4) Der Gegner legt seine Kombinationen aus und darf eigenes Deadwood an die Kombinationen des Klopfenden anlegen (nicht bei Gin).
Sonderregeln
Gin: Klopfen mit 0 Deadwood. Big Gin: alle 11 Karten (inkl. gezogener) kombiniert, ohne abzulegen.
Wertung
Klopfer erhält Differenz der Deadwood-Werte. Gin: 25 Bonus + Deadwood des Gegners (Big Gin meist 31). Undercut: Hat der Gegner gleich viel oder weniger Deadwood als der Klopfer, erhält der Gegner die Differenz + 25 Bonus (manche 10/20). Spielende-Boni: 100 für den Sieg, 25 pro gewonnener Hand (Box); Gegner ohne gewonnene Hand (Schneider) → doppelte Wertung.
Spielende
Ein Spieler erreicht 100 Punkte (vereinbar).
Herkunft & Geschichte
Entwickelt 1909 von Elwood T. Baker und seinem Sohn C. Graham Baker in New York als schnellere Variante des Whiskey Poker/Rummy. In den 1930er–40er Jahren durch Hollywood und Radio populär ('Hollywood Gin'); gehört zur Rummy-Familie, deren Urahn das mexikanische Conquian ist.