Jass (Schieber)

Spieler: 4 (2 Teams) · Karten: Schweizer Jasskarten (Schellen, Schilten, Rosen, Eicheln) oder französisch, 36 (6 bis Ass) · Typ: Stichspiel um Augen (Jass-Familie, Partnerschaft)

Jass (Schieber) gegen den Computer spielen

Spielziel

Als Team möglichst viele Augen holen und zuerst die vereinbarte Punktzahl (oft 2500 oder 3000) erreichen.

Vorbereitung

Jeder erhält 9 Karten. Im ersten Spiel beginnt, wer die Rosen-7 hat; danach wechselt die Vorhand.

Kartenwerte

Trumpf: Puur (Bube) 20, Nell (9) 14, Ass 11, Zehn (Banner) 10, König 4, Ober 3, 8–6 0. Andere Farben: Ass 11, Zehn 10, König 4, Ober 3, Under 2, 9–6 0. Insgesamt 157 Augen mit 5 für den letzten Stich.

Spielablauf

1) Die Vorhand bestimmt Trumpf (oder Obenabe/Undenufe) – oder „schiebt“ und lässt den Partner wählen.

2) Im ersten Stich wird „gewiesen“ (Weis angesagt).

3) Farbe muss bedient werden, Trumpf darf aber immer gespielt werden. Untertrumpfen ist verboten, außer man hat nur noch Trumpf.

4) Den Puur muss man nie zugeben.

5) Nach 9 Stichen werden die Augen gezählt.

Sonderregeln

Obenabe: kein Trumpf, Ass hoch, Achter zählen 8. Undenufe: kein Trumpf, Sechs hoch. Weis: Folgen ab drei Karten (20, 50, 100 …) und Vierlinge (Puure 200, Nell 150, andere 100); nur das Team mit dem höchsten Weis schreibt. Stöck: Trumpf-König + Ober = 20.

Wertung

Augen plus Weis und Stöck, oft mit Faktor je Trumpffarbe (z. B. Schellen/Schilten ×2, Obenabe ×3). Match (alle Stiche) bringt 100 zusätzliche Punkte.

Spielende

Das erste Team, das die Zielpunktzahl erreicht, gewinnt.

Herkunft & Geschichte

Jass kam vermutlich im 18. Jahrhundert mit Söldnern aus den Niederlanden in die Schweiz. Typisch ist die Aufwertung von Trumpf-Bube (Puur) und Trumpf-Neun (Nell). Der Schieber ist heute die verbreitetste Form; Jassen gilt als Teil des immateriellen Kulturerbes der Schweiz.