Kaiser
Spieler: 4 (zwei Teams) · Karten: 32 Karten: 8 bis Ass jeder Farbe, dazu Kreuz-7, Karo-7, Herz-5 und Pik-3, 32 · Typ: Stichspiel (Teams, Reizen)
Kaiser gegen den Computer spielen
Spielziel
Als Team zuerst 52 Punkte erreichen – vor allem durch erfüllte Gebote.
Vorbereitung
Partner sitzen sich gegenüber, gespielt wird im Uhrzeigersinn. Das Blatt hat 32 Karten: 8 bis Ass in jeder Farbe, dazu Kreuz-7 und Karo-7 sowie Herz-5 und Pik-3 an Stelle der beiden anderen Siebener. Jeder bekommt 8 Karten.
Kartenwerte
Ass hoch, dann König, Dame, Bube, 10, 9, 8 und die niedrige Karte der Farbe (7, 5 oder 3). Jeder Stich zählt 1 Punkt, der Stich mit der Herz-5 5 Punkte extra, der mit der Pik-3 3 Punkte weniger – zusammen 10.
Spielablauf
1) Reizen: Links vom Geber beginnend bietet jeder einmal oder passt. Gebote gehen von 6 bis 12 Punkte, „ohne Trumpf“ zählt höher als die gleiche Zahl mit Trumpf.
2) Jedes Gebot muss höher sein – nur der Geber darf das Höchstgebot halten. Passen alle, muss der Geber mindestens 6 bieten.
3) Der Höchstbietende bestimmt Trumpf (bei „ohne Trumpf“ entfällt das) und spielt aus.
4) Farbe bedienen; wer nicht kann, spielt beliebig. Der höchste Trumpf oder die höchste Karte der ausgespielten Farbe gewinnt.
Sonderregeln
Die Herz-5 bringt dem Team, das sie im Stich holt, 5 Punkte extra; die Pik-3 kostet 3 Punkte.
Wertung
Erreicht das bietende Team sein Gebot, schreibt es seine Punkte an, sonst wird das Gebot abgezogen. Bei „ohne Trumpf“ zählt beides doppelt. Die Gegner schreiben ihre Punkte nur an, solange sie unter 45 stehen – Minuspunkte zählen immer.
Spielende
Das Team, das zuerst 52 Punkte erreicht, gewinnt. Kommen beide gleichzeitig darüber, gewinnt das bietende Team.
Herkunft & Geschichte
Kaiser ist das typische Kartenspiel der kanadischen Prärie, vor allem in Saskatchewan, wo es in Kirchensälen, Vereinen und Turnieren gespielt wird. Besonders verbreitet ist es in ukrainischstämmigen Familien. Der Name erinnert an den deutschen Kaiser; das höchste Gebot heißt bis heute „Kaiser“.