Manille

Spieler: 4 (2 Teams) · Karten: Französisches Blatt (Piquet), 32 (7 bis Ass) · Typ: Stichspiel um Augen (Partnerschaft)

Manille gegen den Computer spielen

Spielziel

Als Team mehr als 30 der 60 Kartenpunkte holen; als Erste 101 Punkte erreichen.

Vorbereitung

Jeder erhält 8 Karten (3-2-3). Der Geber wählt Trumpf (oder ohne Trumpf); sein Partner darf vorher nicht in seine Karten schauen.

Kartenwerte

Rangfolge: 10 (Manille), Ass (Manillon), König, Dame, Bube, 9, 8, 7. Punkte: 10 = 5, Ass = 4, König = 3, Dame = 2, Bube = 1 (60 gesamt).

Spielablauf

1) Spieler links vom Geber spielt aus.

2) Farbe muss bedient werden.

3) Hält ein Gegner den Stich, muss man ihn überbieten oder – ohne passende Farbe – stechen.

4) Hält der Partner den Stich, muss man weder überbieten noch stechen.

5) Untertrumpfen ist verboten.

Sonderregeln

Ohne Trumpf (sans atout) zählt doppelt. Die Gegner können mit „Ik ga mee“ verdoppeln, der Geber mit „Ik ga tegen“ zurückverdoppeln.

Wertung

Das Team mit mehr Punkten schreibt seine Punkte minus 30. Bei 30:30 gibt es nichts, und das nächste Spiel zählt doppelt.

Spielende

Das erste Team mit 101 Punkten gewinnt einen „Boam“; im Turnier meist zwei Gewinnboams.

Herkunft & Geschichte

Manille war etwa von 1870 bis 1940 das „Nationalspiel“ Frankreichs, bevor Belote es ablöste. In Belgien, besonders in Flandern, wird es als Manillen bis heute in Vereinen und Wettbewerben gespielt. Typisch ist, dass die Zehn (Manille) die höchste Karte ist.