Mariáš
Spieler: 3 (Varianten zu viert) · Karten: Deutsches (tschechisches) Blatt, 32 (7 bis Ass) · Typ: Stichspiel mit Melden (einer gegen zwei)
Mariáš gegen den Computer spielen
Spielziel
Als Alleinspieler das gewählte Spiel erfüllen – mehr Punkte als die Gegner, keinen Stich (Betl) oder alle Stiche (Durch).
Vorbereitung
Vorhand erhält 12 Karten, die anderen 10. Vorhand bestimmt Trumpf und legt 2 Karten ab (keine Asse und Zehnen).
Kartenwerte
Rangfolge: Ass, Zehn, König, Ober, Unter, 9, 8, 7 (bei Betl/Durch: Ass, König, Ober, Unter, 10 …). Asse und Zehnen zählen je 10, der letzte Stich 10 (insgesamt 90 plus Meldungen).
Spielablauf
1) Vorhand wählt Trumpf (Hra) – die Gegner können mit „špatný“ ein höheres Spiel (Betl, Durch) übernehmen.
2) Vorhand spielt aus.
3) Farbe bedienen und den Stich übernehmen, wenn möglich (auch über den Partner).
4) Wer nicht bedienen kann, muss stechen und überstechen.
Sonderregeln
Hláška (Meldung): König + Ober einer Farbe = 20, in Trumpf 40. Zusatzansagen: Sedma (letzter Stich mit der Trumpf-7), Kilo (100 Punkte mit einer Meldung). Flek verdoppelt die Einsätze.
Wertung
Abrechnung in Einheiten: Hra 1, Betl 5, Durch 10, offene Varianten doppelt; Herz als Trumpf verdoppelt.
Spielende
Nach vereinbarter Zeit oder Rundenzahl; abgerechnet wird mit beiden Gegnern.
Herkunft & Geschichte
Mariáš kam im 19. Jahrhundert aus dem französischen Spiel Mariage nach Böhmen und wurde zum mit Abstand beliebtesten Kartenspiel Tschechiens. Es ist eng mit dem ungarischen Ulti verwandt.