Rommé – Räuber-Rommé

Spieler: 2–6 · Karten: 2 französische Blätter + 6 Joker (Rommé-Blatt), 110 · Typ: Rommé-Familie

Rommé gegen den Computer spielen

Spielziel

Als Erster alle Karten loswerden; über mehrere Runden die wenigsten Minuspunkte haben.

Vorbereitung

Jeder erhält 13 Karten, der Spieler links vom Geber 14 (er beginnt mit Abwerfen). Rest = Stapel; manchmal wird eine Karte offen als Ablage gelegt.

Kartenwerte

Ass 11 (in A-2-3 als 1), Bildkarten 10, 2–10 Augenwert; Joker hat den Wert der ersetzten Karte. Restkarten-Strafe: Joker 20, Ass 11, sonst Kartenwert.

Spielablauf

1) Zug: Karte vom Stapel oder oberste Ablagekarte ziehen.

2) Erstauslage wie beim klassischen Rommé: Summe ≥30 (Hausregel 40).

3) Wer draußen ist, darf zusätzlich „rauben“: Karten aus beliebigen Auslagen (eigenen und fremden) nehmen und sie mit Handkarten oder anderen genommenen Karten zu neuen Kombinationen auslegen oder an andere Auslagen anlegen. Folgen dürfen dabei auch geteilt werden.

4) Zum Schluss eine Karte abwerfen.

Sonderregeln

Räubern: Am Ende des Zuges darf keine vom Tisch genommene Karte auf der Hand bleiben, und auf dem Tisch darf keine Kombination mit weniger als 3 Karten (oder eine ungültige Kombination) liegen. Gelingt das nicht, muss der Zug zurückgenommen werden. Joker auf dem Tisch können ebenfalls genommen werden – auch sie müssen im selben Zug wieder ausgelegt werden.

Wertung

Gewinner 0; Mitspieler zahlen Wert ihrer Restkarten (bei Hand-Rommé doppelt). Alternativ: Wer noch gar nicht ausgelegt hat, zahlt 100.

Spielende

Nach vereinbarter Rundenzahl oder wenn ein Spieler eine Grenze (z. B. 500) überschreitet.

Herkunft & Geschichte

Das amerikanische Rum/Rummy (Anfang 20. Jh., aus dem mexikanischen Conquian) kam in den 1920er–30er Jahren nach Deutschland und wurde als 'Rommé' mit 110 Karten zum Familienklassiker. Laut einer Ipsos-Studie zählt Rommé zu den Lieblingsspielen der Deutschen.