Schafkopf – Kurze Karte
Spieler: 4 · Karten: Bayerisches Blatt (Eichel, Gras/Grün, Herz, Schellen), 32 (Kurze Karte: 24) · Typ: Stichspiel mit Ruf-/Solospielen
Schafkopf gegen den Computer spielen
Spielziel
Mit dem Partner (Sauspiel) bzw. allein (Solo/Wenz) mindestens 61 Augen holen.
Vorbereitung
Siebener und Achter werden aus dem Blatt genommen. Geben 3 – 3 Karten. Danach Spielansage reihum wie bei der langen Karte (Solo > Wenz > Sauspiel).
Kartenwerte
Augen wie bei der langen Karte (insgesamt 120). Trumpf (Sauspiel/Herz-Solo): Eichel-O, Gras-O, Herz-O, Schellen-O, Eichel-U, Gras-U, Herz-U, Schellen-U, dann Herz-A, 10, K, 9. Fehlfarben: A, 10, K, 9.
Spielablauf
1) Sauspiel: Spieler ruft eine Sau (Eichel, Gras oder Schellen), von deren Farbe er selbst mindestens eine Karte (nicht die Sau) hat. Der Besitzer der Sau ist Partner (geheim).
2) Links vom Geber spielt aus; Farb- und Trumpfzwang (wer Farbe nicht hat, muss nicht trumpfen – darf aber).
3) Gerufene Farbe: Wird sie ausgespielt, muss der Partner die Sau zugeben; er darf die gerufene Farbe nicht selbst anspielen, ohne die Sau zu spielen (außer 'Davonlaufen' mit ≥4 Karten der Farbe).
Sonderregeln
Farbsolo: Spieler wählt Trumpffarbe, spielt allein. Wenz: nur die 4 Unter sind Trumpf. Tout: angesagt alle Stiche. Sie: alle 4 Ober + 4 Unter auf einer Hand (höchstes Spiel, ohne Ausspielen gewonnen). Kontra/Re verdoppeln.
Wertung
Tarif (Beispiel): Sauspiel 10 ct, Solo/Wenz 50 ct je Gegner; Schneider (Gegner <31 Augen) und Schwarz (keine Stiche) erhöhen; Laufende (ununterbrochene höchste Trümpfe ab 3 bzw. Wenz ab 2) je Zusatztarif. Kontra/Re/Klopfen verdoppeln.
Spielende
Nach vereinbarter Rundenzahl / Geldausgleich am Ende.
Herkunft & Geschichte
Ende des 18. Jh. in Mitteldeutschland belegt und Vorläufer von Skat und Doppelkopf. In Bayern entwickelte sich im 19. Jh. die heute gespielte Form mit Rufspiel (Sauspiel). Die Herkunft des Namens ist umstritten (u. a. 'Schaff' = Fass, auf dessen Deckel gespielt wurde). Gilt als bayerisches Kulturgut.