Shanghai Rummy

Spieler: 3–6 (meist 4) · Karten: 2 französische Blätter + 4 Joker, 108 · Typ: Rommé-Familie mit Kontrakten

Shanghai Rummy gegen den Computer spielen

Spielziel

In sieben Runden den jeweils geforderten Kontrakt auslegen, die Handkarten loswerden und am Ende die wenigsten Strafpunkte haben.

Vorbereitung

2 französische Blätter mit 4 Jokern (108 Karten). Jeder bekommt in jeder Runde 11 Karten; die nächste Karte wird als Ablage aufgedeckt. Der Geber wechselt reihum.

Kartenwerte

Joker sind wild – höchstens einer pro Kombination. Drilling: mindestens 3 Karten gleichen Werts (Farben egal). Folge: mindestens 4 aufeinanderfolgende Karten derselben Farbe; das Ass ist hoch oder niedrig, aber nicht „herum“ (K-A-2 gilt nicht). Strafpunkte: 2–9 je 5, 10 bis König je 10, Ass 15, Joker 50.

Spielablauf

1) Zug: eine Karte vom Stapel oder die oberste Ablagekarte ziehen, ggf. auslegen, dann eine Karte ablegen.

2) Kontrakte: Runde 1 zwei Drillinge; Runde 2 Drilling + Viererfolge; Runde 3 zwei Viererfolgen; Runde 4 drei Drillinge; Runde 5 zwei Drillinge + Viererfolge; Runde 6 Drilling + zwei Viererfolgen; Runde 7 drei Viererfolgen.

3) Wer seinen Kontrakt ausgelegt hat, darf – auch gleich im selben Zug – an alle Auslagen anlegen.

4) Wer keine Karte mehr hat, beendet die Runde.

Sonderregeln

Kaufen („May I?“): Nimmt der nächste Spieler die gerade abgelegte Karte nicht, dürfen die anderen sie in Spielreihenfolge kaufen. Wer kauft, bekommt zusätzlich eine Strafkarte vom Stapel. Höchstens 3 Käufe pro Runde, nur vor dem eigenen Kontrakt. Liegt ein Joker auf dem Tisch, darf man ihn nach dem eigenen Kontrakt gegen die passende echte Karte tauschen und behalten.

Wertung

Wer ausgeht, bekommt 0 Punkte. Alle anderen zählen ihre Handkarten als Strafpunkte.

Spielende

Nach der siebten Runde gewinnt, wer insgesamt die wenigsten Strafpunkte hat.

Herkunft & Geschichte

Kontrakt-Rommé ist in Nordamerika seit Mitte des 20. Jahrhunderts ein beliebtes Familienspiel: Jede Runde verlangt eine andere Pflichtkombination. Shanghai ist der bekannteste Name – doch viele Familien spielen eigene Hausregeln und nennen das Spiel anders, in Neuengland etwa einfach „Go“.