Spider – Regeln

Spider gegen den Computer spielen

1. Kurzüberblick

NameSpider (auch: Spider Solitaire, Spinne)
SpieltypPatience für eine Person, zwei Pakete
Spieler1
Empfohlenes Alterab 9 Jahren
Spieldauerein Spiel 10–30 Minuten
Material104 Karten (zwei Pakete)
ZielAcht Reihen von König bis Ass in einer Farbe bilden und ablegen.
Schwierigkeitmit einer Farbe leicht, mit vier Farben anspruchsvoll

Worum geht es? Spider ist die bekannteste Patience mit zwei Paketen. In zehn Spalten ordnet man die Karten absteigend. Gelegt werden darf auf jede Karte, die einen Rang höher ist – aber nur Reihen in derselben Farbe lassen sich gemeinsam bewegen und am Ende ablegen.

2. Benötigte Karten und Material

3. Vorbereitung und Spielstart

  1. Mischen: Beide Pakete zusammen mischen.
  2. Austeilen: Die Spalten 1–4 bekommen je 6 Karten, die Spalten 5–10 je 5 Karten.
  3. Aufdecken: Nur die oberste Karte jeder Spalte liegt offen.
  4. Stock: Die übrigen 50 Karten verdeckt beiseitelegen.

Startbeispiel: Oben liegen u. a. eine Pik-9 und eine Pik-10. Die 9 kommt sofort auf die 10 – darunter wird eine Karte aufgedeckt.

4. Ziel und Gewinnbedingung

5. Spielablauf im Detail

Anlegen.

  1. Eine offene Karte darf auf jede offene Karte gelegt werden, die genau einen Rang höher ist – die Farbe ist dabei egal (z. B. Herz-7 auf Pik-8).
  2. Mehrere Karten dürfen gemeinsam verschoben werden, wenn sie eine absteigende Reihe in derselben Farbe bilden.
  3. Wird eine verdeckte Karte frei, wird sie aufgedeckt.
  4. Eine leere Spalte darf mit jeder Karte oder passenden Reihe belegt werden.

Austeilen vom Stock.

Ablegen.

Beispiel.

  1. Du legst die Pik-9 auf die Pik-10 und deckst darunter einen Herz-König auf.
  2. Die Karo-5 legst du auf die Pik-6 – sie passt im Rang, die Farbe ist egal.
  3. Nun willst du Pik-6 und Karo-5 verschieben: Das geht nicht gemeinsam, weil die Farben verschieden sind.
  4. Nichts geht mehr – du teilst eine neue Reihe vom Stock aus.

6. Punktwertung

7. Sonderregeln und wichtige Situationen

8. Spielvarianten

Standard dieser Beschreibung: vier Farben, zwei Pakete.

VarianteWas ändert sich?Für wen?
1 FarbeAlle Karten sind Pik.Einsteiger
2 FarbenPik und Herz.Fortgeschrittene
4 FarbenAlle Farben.Profis
SpideretteEin Paket, sieben Spalten.Kurzspiel

Auf cardgames.zone wählst du 1, 2 oder 4 Farben. Züge lassen sich zurücknehmen, und der 💡-Tipp zeigt einen sinnvollen nächsten Zug.

9. Tipps für Anfänger

  1. In Farbe bauen: Gleichfarbige Reihen lassen sich später verschieben.
  2. Leere Spalten sind Gold: Nutze sie, um Reihen umzusortieren.
  3. Verdeckte Karten zuerst: Decke bevorzugt in den Spalten mit vielen verdeckten Karten auf.
  4. Nicht zu früh austeilen: Erst alle Züge prüfen.
  5. Könige im Blick: Sie blockieren eine Spalte, bis sie frei wird.

10. Zusammenfassung in 10 Schritten

  1. Zwei Pakete mischen.
  2. Zehn Spalten: viermal 6, sechsmal 5 Karten.
  3. Nur die oberste Karte offen.
  4. Rest als Stock beiseitelegen.
  5. Auf eine Karte, die einen Rang höher ist, anlegen.
  6. Nur gleichfarbige Reihen gemeinsam verschieben.
  7. Freie Karten aufdecken.
  8. Leere Spalten mit beliebigen Karten belegen.
  9. Kein Zug: vom Stock eine Reihe austeilen.
  10. Acht Reihen König bis Ass abgelegt: gewonnen.

11. Häufige Fragen

Spielt die Farbe beim Anlegen eine Rolle?

Nein. Sie zählt nur beim gemeinsamen Verschieben und bei den fertigen Reihen.

Darf ich austeilen, wenn eine Spalte leer ist?

Nein. Erst muss jede Spalte mindestens eine Karte haben.

Ist jedes Spiel lösbar?

Mit einer Farbe fast immer, mit vier Farben deutlich seltener.

Was passiert mit einer fertigen Reihe?

Sie wird sofort abgelegt und bleibt aus dem Spiel.

Herkunft & Geschichte

Spider wird in amerikanischen Patiencebüchern ab den 1940er-Jahren beschrieben und galt dort als eine der besten Zwei-Paket-Patiencen. Weltweit bekannt wurde es, als Microsoft es 1998 in Windows aufnahm – mit der Wahl zwischen einer, zwei oder vier Farben.