Tarot

Spieler: 4 (Varianten 3 oder 5) · Karten: Tarotkarten (4 Farben + 21 Trümpfe + Excuse), 78 · Typ: Tarockspiel (einer gegen drei)

Tarot gegen den Computer spielen

Spielziel

Der Alleinspieler (Preneur) muss je nach Zahl seiner Oudler 36 bis 56 Punkte erreichen.

Vorbereitung

Jeder erhält 18 Karten in Dreierpaketen, 6 Karten bilden den Hund (Chien).

Kartenwerte

21 Trümpfe (1–21) stechen alle Farben. Farben: König, Dame, Reiter, Bube, 10 … 1. Oudler: Trumpf 1 (Petit), Trumpf 21 und Excuse. Punkte: Oudler und Könige 4,5; Damen 3,5; Reiter 2,5; Buben 1,5; übrige 0,5 (91 gesamt).

Spielablauf

1) Reizen reihum: Petite, Garde, Garde sans le chien, Garde contre le chien – oder passen.

2) Bei Petite/Garde nimmt der Preneur den Hund auf und legt 6 Karten ab (keine Könige, Trümpfe oder Excuse).

3) Farbe bedienen; wer nicht kann, muss Trumpf spielen; liegt Trumpf, muss überstochen werden.

4) Die Excuse darf jederzeit gespielt werden, gewinnt aber nie.

Sonderregeln

Petit au bout: Wer den letzten Stich mit dem Petit macht, erhält 10 Punkte. Poignée (Trümpfe vorzeigen): 10 Trümpfe 20, 13 Trümpfe 30, 15 Trümpfe 40. Chelem (alle Stiche): angesagt und gemacht 400.

Wertung

(25 + Punktdifferenz + Petit au bout) × Faktor (Petite 1, Garde 2, Garde sans 4, Garde contre 6) + Poignée + Chelem. Der Preneur gewinnt oder zahlt diesen Betrag an jeden Gegner.

Spielende

Nach vereinbarter Zahl von Spielen; Summe aller Konten ist null.

Herkunft & Geschichte

Tarotkarten wurden im 15. Jahrhundert in Norditalien für Spiele erfunden – lange bevor sie für Wahrsagerei genutzt wurden. Das heutige französische Tarot wurde im 20. Jahrhundert vereinheitlicht; seit den 1970er-Jahren gibt es offizielle Regeln der Fédération Française de Tarot.