Troefcall

Spieler: 4 (zwei Teams) · Karten: Französisches Blatt, 52 · Typ: Stichspiel (Teams, Trumpfwahl)

Troefcall gegen den Computer spielen

Spielziel

Als Team mindestens 7 der 13 Stiche holen – am besten die ersten sieben in Folge oder gleich alle 13.

Vorbereitung

Partner sitzen sich gegenüber, gespielt wird im Uhrzeigersinn. Zu Beginn wird reihum offen ausgeteilt, bis jemand einen Buben bekommt – er ist der erste Trumpfrufer. Der Trumpfrufer bekommt 5 Karten und ruft danach Trumpf. Dann erhalten alle ihre übrigen Karten in Paketen zu 5, 4 und 4, bis jeder 13 hat.

Kartenwerte

Ass hoch, dann König, Dame, Bube, 10 bis 2. Trumpf sticht alle anderen Farben.

Spielablauf

1) Der Trumpfrufer spielt den ersten Stich aus.

2) Wer kann, muss Farbe bedienen; sonst darf man trumpfen oder abwerfen.

3) Den Stich gewinnt der höchste Trumpf, sonst die höchste Karte der ausgespielten Farbe. Der Gewinner spielt aus.

4) Holt ein Team die ersten sieben Stiche, darf der Gewinner des siebten Stichs „Kap partij“ sagen und aufhören – oder weiterspielen und versuchen, alle 13 Stiche zu holen (Baunie).

Sonderregeln

Wer nach den ersten sieben Stichen weiterspielt, muss alle restlichen Stiche gewinnen – sonst bekommen die Gegner Punkte.

Wertung

Mindestens 7 Stiche (nicht die ersten sieben in Folge): 2 Punkte. Die ersten sieben Stiche und aufhören: 5 Punkte. Alle 13 Stiche (Baunie): 15 Punkte. Baunie verfehlt: 2 Punkte für die Gegner.

Spielende

Gespielt wird bis zu einer vereinbarten Zahl, etwa 15, 20 oder 50 Punkte.

Herkunft & Geschichte

Troefcall ist in Suriname zu Hause und wird auch von Surinamern in den Niederlanden gespielt. Der Name mischt Niederländisch und Englisch: „troef“ heißt Trumpf. Das Spiel ähnelt dem indischen Court Piece – ein Hinweis auf die große indischstämmige Bevölkerung Surinames.