Tute
Spieler: 2–6 (meist 4 in 2 Teams) · Karten: Spanisches Blatt, 40 · Typ: Stichspiel um Augen mit Melden (Ass-Zehn-Familie)
Tute gegen den Computer spielen
Spielziel
Als Team mehr Augen holen als die Gegner, inklusive gesungener Paare.
Vorbereitung
Jeder erhält 10 Karten. Die letzte Karte des Gebers wird aufgedeckt und bestimmt Trumpf; der Geber behält sie.
Kartenwerte
Rangfolge: Ass, Drei, König, Reiter, Sota, 7, 6, 5, 4, 2. Punkte: Ass 11, Drei 10, König 4, Reiter 3, Sota 2 (120 + 10 für den letzten Stich).
Spielablauf
1) Spieler rechts vom Geber spielt aus.
2) Farbe bedienen, wenn möglich.
3) Wer nicht bedienen kann, muss stechen; liegt schon Trumpf, muss überstochen werden.
4) Wer den Stich nicht übernehmen kann, gibt eine beliebige Karte der Farbe zu.
5) Nach jedem eigenen Stich darf ein Paar „gesungen“ werden.
Sonderregeln
Cantes: König + Reiter einer Farbe = 20 Punkte, in Trumpf 40 (die 40 vor der 20 singen). Tute: Vier Könige oder vier Reiter gewinnen das Spiel sofort.
Wertung
Das Team mit mehr Punkten gewinnt die Runde; bei Gleichstand der Gewinner des letzten Stichs.
Spielende
Meist in Serien auf eine vereinbarte Zahl gewonnener Runden.
Herkunft & Geschichte
Tute ist seit dem 19. Jahrhundert in Spanien belegt und gehört zu den Marriage-Spielen: König und Reiter einer Farbe bringen Zusatzpunkte. Der Name kommt vom „Tute“ – vier Könige oder vier Reiter auf einer Hand. In Argentinien ist die Variante Tute cabrero beliebt.