Vändtia
Spieler: 2–5 (meist 3–4) · Karten: Französisches Blatt, 52 · Typ: Ablegespiel
Vändtia gegen den Computer spielen
Spielziel
Alle Karten loswerden – Hand, offene und verdeckte Tischkarten. Wer zuletzt noch Karten hat, verliert.
Vorbereitung
Jeder bekommt 3 verdeckte Karten in eine Reihe, darauf 3 offene Karten und 3 Handkarten. Der Rest ist der Stapel. Vor dem Spiel darf man Hand- und offene Karten beliebig tauschen.
Kartenwerte
Reihenfolge von niedrig nach hoch: 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, Bube, Dame, König, Ass. Die 2 und die 10 sind Sonderkarten.
Spielablauf
1) Wer die niedrigste Karte hat (meist eine 3; bei Gleichstand Pik vor Herz, Karo, Kreuz), beginnt mit ihr.
2) Reihum legt man eine Karte oder mehrere gleich hohe Karten, die gleich hoch oder höher sind als die oberste Karte.
3) Danach zieht man vom Stapel auf 3 Handkarten nach.
4) Wer nicht legen kann oder will, zieht eine Karte vom Stapel; passt sie immer noch nicht, nimmt er den ganzen Ablagestapel auf die Hand.
5) Ist der Stapel aufgebraucht, spielt man zuerst die Hand aus, dann die offenen Karten und zuletzt die verdeckten – diese deckt man blind auf. Passt die aufgedeckte Karte nicht, nimmt man sie mit dem Ablagestapel auf.
Sonderregeln
Die 2 darf man immer legen; danach ist jede Karte erlaubt. Die 10 darf man immer legen; sie räumt den Ablagestapel ab, und derselbe Spieler legt noch einmal. Vier gleiche Karten hintereinander räumen den Stapel ebenso ab. Die 7 ist „durchsichtig“: Wer darauf legt, muss die Karte unter der 7 schlagen.
Wertung
Es gibt keine Punkte – nur einen Verlierer.
Spielende
Wer alle Karten los ist, ist fertig. Wer als Letzter noch Karten hat, verliert und muss oft eine kleine Strafe erfüllen.
Herkunft & Geschichte
Vändtia gilt als Klassiker unter den schwedischen Kartenspielen: schnell gelernt und schnell gespielt. Es ist wohl in den 1970er-Jahren in Nordschweden entstanden und steht kaum in Kartenspielbüchern – weitergegeben wird es von Spieler zu Spieler. International kennt man ähnliche Spiele als Shed, Palace oder Karma.