Doppelkopf

Spieler: 4 aktiv (oft 5 am Tisch: Geber setzt aus) · Karten: 2 × französisches Blatt 9–A (oder 2 × Doppelkopfblatt), 48 (Variante ohne 9er: 40) · Typ: Stichspiel (verdeckte Partnerschaften)

Doppelkopf gegen den Computer spielen

Spielziel

Mit der eigenen (zunächst unbekannten) Partei mehr Augen als die Gegner sammeln: Re ≥121, Kontra ≥120.

Vorbereitung

Jeder erhält 12 Karten (bei 40 Karten: 10). Vor dem Spiel können Vorbehalte angemeldet werden (Solo, Hochzeit, Armut – letztere Hausregel).

Kartenwerte

Augen: A 11, 10 10, K 4, D 3, B 2, 9 0 (240 gesamt). Trumpf (Normalspiel, hoch→niedrig): Herz-10 (Dulle), Kreuz-D, Pik-D, Herz-D, Karo-D, Kreuz-B, Pik-B, Herz-B, Karo-B, Karo-A, Karo-10, Karo-K, Karo-9. Fehlfarben: A, 10, K, 9 (Herz ohne 10: A, K, 9).

Spielablauf

1) Spieler links vom Geber spielt aus; Spiel im Uhrzeigersinn.

2) Farbzwang (Trumpf ist eine eigene 'Farbe'); wer nicht bedienen kann, darf trumpfen oder abwerfen.

3) Von zwei gleichen Karten sticht die zuerst gespielte (Ausnahme Dullen: je nach Regel sticht die zweite die erste, oft außer im letzten Stich).

4) Ansagen: 'Re' bzw. 'Kontra' bis zur Ausspielung der 2. Karte (bei 12 Karten: solange man noch ≥11 Karten hat); danach Absagen 'keine 90', 'keine 60', 'keine 30', 'schwarz' mit je einer Karte weniger.

Sonderregeln

Hochzeit: Wer beide Kreuz-Damen hat, kann eine Hochzeit ansagen – wer den ersten (Fremd-)Stich macht, wird Partner. Stille Hochzeit = verdecktes Solo. Soli: Damen-, Buben-, Farb-, Fleischlos-Solo (ohne Trumpf) – Solist spielt allein gegen drei.

Wertung

Spielpunkte (DDV): gewonnen 1; keine 90/60/30/schwarz je +1; 'gegen die Alten' (Kontra gewinnt) +1; jede Ansage Re/Kontra +2; jede Absage +1. Sonderpunkte (nur Normalspiel): Fuchs gefangen (Karo-A des Gegners) +1, Doppelkopf (Stich mit ≥40 Augen) +1, Karlchen (Kreuz-B macht letzten Stich) +1. Solist erhält/zahlt das Dreifache.

Spielende

Nach vereinbarter Rundenzahl (Turnier z. B. 24 Spiele + Pflichtsoli).

Herkunft & Geschichte

Im 19. Jh. aus dem Schafkopf mit doppeltem Blatt entstanden ('Doppel-Schafkopf'), vor allem in Norddeutschland verbreitet. 1982 wurde der Deutsche Doppelkopf-Verband gegründet, der verbindliche Turnierspielregeln festlegt; in privaten Runden gibt es sehr viele Hausregeln.