Sechsundsechzig

Spieler: 2 (Varianten zu dritt/viert) · Karten: 24 Karten (französisch oder deutsch), 24 (9 bis Ass) · Typ: Stichspiel zu zweit mit Talon

Sechsundsechzig gegen den Computer spielen

Spielziel

In einer Runde zuerst 66 Augen erreichen und sich ausmelden; als Erster 7 Gewinnpunkte sammeln.

Vorbereitung

Jeder erhält 6 Karten. Die nächste Karte wird als Trumpf aufgedeckt, die übrigen 11 liegen als Talon darauf.

Kartenwerte

Ass 11, Zehn 10, König 4, Dame 3, Bube 2, Neun 0 (120 Augen).

Spielablauf

1) Die Vorhand spielt aus. Solange der Talon liegt, besteht kein Farbzwang.

2) Nach jedem Stich ziehen beide eine Karte, der Stichgewinner zuerst.

3) Ist der Talon leer oder zugedreht, gilt Farb- und Stichzwang.

4) Wer 66 Augen hat, meldet sich aus.

Sonderregeln

Melden: König + Dame einer Farbe – 20 Augen, in Trumpf 40 (nur solange der Talon liegt). Die Trumpf-Neun darf gegen die aufgedeckte Trumpfkarte getauscht werden. Zudrehen wie beim Schnapsen.

Wertung

1 Punkt bei 33+ Augen des Gegners, 2 Punkte bei weniger als 33 (Schneider), 3 Punkte, wenn der Gegner keinen Stich hat (Schwarz).

Spielende

Wer zuerst 7 Gewinnpunkte hat, gewinnt.

Herkunft & Geschichte

Sechsundsechzig ist seit dem frühen 19. Jahrhundert in Deutschland belegt und gehört zu den Marriage-Spielen (König und Dame „heiraten“). Es ist der direkte Vorfahr des österreichischen Schnapsen und ein Klassiker für zwei Personen.